Besonders im Flussverkehr ist die Verfügbarkeit der Verkehrswege von wesentlicher Bedeutung. Eine wichtige Rolle zur Festlegung der Fahrtroute übernimmt daher die Infrastruktur entlang der Flüsse. Die natürlichen Wasserstraßen werden durch Stauungen und Schleusen befahrbar gemacht und durch Kanäle miteinander verbunden. Für Betrieb, Unterhaltung und Verwaltung werden Abgaben nach Kilometern, Schleusengebühren oder Pauschalen erhoben.

Auf dem afrikanischen Kontinent können ebenfalls exotische Flusskreuzfahrten unternommen werden. Neben den wohl bekanntesten Vertretern, dem Nil, dem Sambesi und Kongo, sind Flussschiffe auch auf dem Chobefluss, Okawango und Gambia- sowie Senegalfluss anzutreffen.

Der Binnenschiffsverkehr ist aufgrund der Trockenheit im fünften Kontinent heute nicht mehr von Bedeutung. Lediglich auf dem im südöstlichen Teil Australiens sich befindlichen Murray River, welcher in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bezüglich des Warenverkehrs in Australien eine wichtige Rolle einnahm, sind Flussfahrten heute von touristischer Relevanz.

Klassische Flusskreuzfahrtreviere in Europa sind die Donau, der Rhein, die Rhône/Saône und die Wolga in Russland. Flusskreuzfahrten mit exotischem Charakter sind auf europäischen Flüssen ebenfalls anzutreffen. Erwähnenswert sind hier: Götakanal in Schweden, Guadalquivir und Guadiana auf der Iberischen Halbinsel, Kaledonischer Kanal in Schottland, Fluss Shannon in Irland und die Themse auf englischem Staatsgebiet.

Flussfahrten mit exotischem Charakter sind im nördlichen Teil des amerikanischen Doppelkontinents auf kanadischen und US-amerikanischen Strömen vorzufinden. An dieser Stelle sollen der Mississippi, der Columbia River mit seinem Nebenfluss Snake River und der Eriekanal beschrieben werden.